Der Zeitplan rückwärts vom Umzugstag
Fast alle Terminprobleme entstehen dadurch, dass vorwärts geplant wird: erst der Vertrag, dann irgendwann die Firma, dann fällt auf, dass die Küche zwei Wochen braucht. Rückwärts gedacht ist es einfacher. Sie setzen den Umzugstag, und alles andere ordnet sich davor ein, mit festen Abständen.
Der Plan unten ist ein Gerüst für einen normalen Haushaltsumzug. Bei einem Haus mit Keller, Dachboden und Gartenhaus schlagen Sie zwei bis drei Wochen auf, weil das Sichten der Nebenräume mehr Zeit kostet als jede andere Position. Was dort auf Sie zukommt, steht auf Keller, Dachboden, Gartenhaus.
- Zwölf Wochen vorher: Umzugstag festlegen, Kündigungsfrist prüfen, Kündigung schreiben
- Zehn Wochen vorher: Aufmaß vereinbaren, Angebote einholen, Umfang klären
- Acht Wochen vorher: Auftrag vergeben, Handwerker und Küchenmontage anfragen
- Sechs Wochen vorher: Packmaterial besorgen, mit Dachboden und Keller beginnen
- Vier Wochen vorher: Ummeldungen vorbereiten, Nachsendeauftrag, Zählerstände notieren
- Zwei Wochen vorher: Renovierung der alten Wohnung planen, Ablauf mit uns durchsprechen
- Eine Woche vorher: Kühlgeräte abtauen, letzte Kartons, Zufahrt und Wege frei räumen
- Am Vortag: Karton für den ersten Abend packen, Schlüssel und Unterlagen bereitlegen
Kündigungsfrist und die Rückgabe der alten Wohnung
Der erste feste Punkt ist die Kündigungsfrist. Bei Wohnraum sind für Mieter üblicherweise drei Monate zum Monatsende vorgesehen, wobei die Kündigung bis zum dritten Werktag eines Monats zugehen muss, damit dieser Monat mitzählt. Wer das um zwei Tage verpasst, verschiebt das Ende um einen ganzen Monat. Prüfen Sie den eigenen Vertrag, denn Abweichungen kommen vor.
Das Mietende ist nicht der Umzugstag. Am Tag der Rückgabe muss die Wohnung leer und im vereinbarten Zustand sein, und dazu gehören meist noch Reinigung, Ausbesserungen oder eine Renovierung. Rechnen Sie deshalb mit mindestens einigen Tagen zwischen dem Auszug und der Übergabe, damit Sie in einer leeren Wohnung arbeiten können statt zwischen Kartons.
Zur Übergabe selbst gehört ein Protokoll mit Zählerständen für Strom, Gas und Wasser, dazu die vollständige Schlüsselrückgabe. Notieren Sie die Zählerstände zusätzlich selbst und machen Sie Fotos. Das ist in fünf Minuten erledigt und erspart Diskussionen, die Monate später niemand mehr rekonstruieren kann.
Die neue Wohnung und die Lücke dazwischen
Der zweite feste Punkt ist die Schlüsselübergabe am Zielort. Erst ab diesem Datum können Sie überhaupt einziehen, und alles, was vorher an Handwerkerarbeit anfallen soll, braucht ebenfalls Zugang. Wer erst am Tag des Einzugs den Schlüssel bekommt, kann vorher weder streichen noch Böden verlegen noch eine Küche einbauen lassen.
Im Idealfall überlappen sich beide Verträge um zwei bis vier Wochen. Diese Überlappung kostet eine Zeit lang doppelte Miete, und trotzdem ist sie in den meisten Fällen die günstigere Lösung. Sie können in Ruhe renovieren, in Etappen einziehen und die alte Wohnung sauber übergeben, ohne dass alles an einem Tag hängt.
Geht es nicht, und die neue Wohnung wird erst frei, wenn die alte längst zurückgegeben sein muss, entsteht eine echte Lücke. Dann fährt der Hausrat nicht mit, sondern erst einmal in unser Lager. Wie das läuft, steht unter Einlagerung; Grundlage der Abrechnung ist die Preisseite.
Monatsanfang und Monatsende sind die Engstellen
Weil Mietverhältnisse fast immer zum Monatsende enden und zum Monatsersten beginnen, drängt sich alles auf wenige Tage. Die letzten drei und die ersten drei Tage eines Monats sind bei jedem Umzugsunternehmen die vollsten, und das gilt für die ganze Region östlich von Berlin gleichermaßen.
Für Sie hat das zwei Folgen. Erstens sind diese Termine früher belegt, oft Wochen im Voraus. Zweitens ist an solchen Tagen auch alles andere voll: Aufzüge in Mehrfamilienhäusern, Baumärkte, Möbellieferungen, Handwerker. Wer den Umzug auf den Monatsersten legt, plant den Tag mit dem größten Reibungsverlust.
Deshalb lohnt es sich, beim Vermieter nachzufragen, ob die Übergabe ein paar Tage vorgezogen oder nachgeschoben werden kann. Häufig ist das möglich, wenn man früh fragt, und der Gewinn ist erheblich: ein ruhiger Tag statt eines Tages, an dem alle gleichzeitig unterwegs sind.
Schulferien, Urlaub und der ruhige Werktag
Familien legen den Umzug gern in die Ferien, und dafür gibt es gute Gründe: Die Kinder sind versorgt, der Schulwechsel fällt auf eine natürliche Grenze, und Urlaubstage lassen sich zusammenlegen. Der Preis dafür ist, dass alle anderen genauso denken. Ferienzeiten und die Wochen um sie herum sind entsprechend gefragt.
Wer flexibel ist, wählt einen Werktag in der Monatsmitte, außerhalb der großen Ferienblöcke. An einem solchen Tag ist die Straße freier, die Mannschaft startet ohne Stau, Aufzüge in Zielhäusern sind eher verfügbar, und Handwerker haben eher Kapazität für den Anschlusstermin. Für Neuenhagen kommt hinzu, dass die Fahrt Richtung Berlin außerhalb der Spitzenzeiten deutlich zügiger läuft.
Für Berufstätige heißt das oft, einen oder zwei Urlaubstage einzusetzen. Gemessen an dem, was ein hektischer Termin an Nerven und an zusätzlicher Zeit kostet, ist das in der Regel ein guter Tausch.
Vorlauf für das Aufmaß und das Angebot
Ein belastbares Angebot entsteht nicht am Telefon, sondern beim Rundgang durch das Haus. Das Aufmaß ist kostenfrei, dauert je nach Größe zwischen einer halben und einer ganzen Stunde und ist die Grundlage für alles Weitere: Volumen, Fahrzeug, Mannschaft, Zeitansatz. Ohne diesen Termin bleibt jede Zahl eine Schätzung.
Vier bis sechs Wochen vor dem Umzugstag ist ein bequemer Vorlauf. Dann bleibt Zeit, das Angebot zu prüfen, Rückfragen zu klären und den Umfang anzupassen, etwa wenn doch mehr entsorgt oder eingelagert werden soll. In der stärksten Zeit um den Monatswechsel darf es gern früher sein, weil die gefragten Tage zuerst vergeben sind.
Vereinbaren können Sie den Termin telefonisch unter 01579-2657039 von Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr. Schriftlich erreichen Sie uns jederzeit über das Anfrageformular oder über Kontakt; wir melden uns dann in den Bürozeiten zurück.
Handwerker, Küchenmontage und die Reihenfolge
Der Umzug ist selten der einzige Termin. Malerarbeiten, Bodenverlegung, Elektrik, Küchenmontage und der Anschluss von Internet und Telefon hängen alle am selben Kalender, und sie hängen voneinander ab. Böden werden vor der Küche verlegt, gestrichen wird vor dem Bodenbelag, und Möbel kommen erst, wenn beides fertig ist.
Die Küche ist dabei der kritische Pfad. Zwischen Aufmaß, Bestellung und Montage liegen häufig mehrere Wochen, in Spitzenzeiten deutlich mehr. Wenn der Küchentermin nach dem Einzug liegt, brauchen Sie eine Übergangslösung, und die will vorher bedacht sein. Fragen Sie den Montagetermin verbindlich ab, bevor Sie den Umzugstag festzurren.
Auch der Anschluss von Internet und Telefon braucht Vorlauf, häufig mehrere Wochen ab Auftrag. Wer von zu Hause arbeitet, plant das früh ein. Melden Sie außerdem rechtzeitig um: Einwohnermeldeamt, Versorger, Bank, Versicherungen, Arbeitgeber, dazu ein Nachsendeauftrag für die Post.
Wenn sich der Einzug verschiebt
Bauverzögerungen, ein Vormieter, der später auszieht, oder eine Sanierung, die länger dauert: Verschiebungen am Zielort gehören zu den häufigsten Störungen im Plan. Der Auszug aus der alten Wohnung steht dagegen meist fest, weil das Mietende vertraglich fixiert ist.
In diesem Fall wird der Umzug geteilt. Wir laden zum vereinbarten Termin, fahren die Ladung in unser Lager und stellen sie dort geschützt ein. Sobald der Zielort frei ist, wird ausgelagert und eingeräumt. Für Sie bedeutet das zwei Fahrten statt einer, dafür aber keinen Druck, eine Wohnung anzunehmen, die noch nicht fertig ist.
Sagen Sie uns eine mögliche Verschiebung so früh wie möglich, auch wenn sie noch nicht sicher ist. Ein früh gemeldetes Vielleicht lässt sich einplanen, ein kurzfristiges Ja selten. Alles Weitere zum Ablauf steht unter Privatumzug und in unserem Leistungsüberblick.