Gewerbe sitzt hier selten im Bürohaus
Der typische Auftraggeber für einen Firmenumzug in Neuenhagen betreibt keine Etage im Verwaltungsbau. Er hat eine Praxis im Erdgeschoss eines umgebauten Wohnhauses, ein Büro in der ausgebauten oberen Etage, einen Laden an einer der Durchgangsstraßen oder eine Werkstatt im Hof hinter dem Wohnhaus. Das Archiv liegt im Keller, ausgemusterte Technik auf dem Dachboden.
Daraus folgt für die Planung fast alles: Es gibt keinen Lastenaufzug, keine Laderampe und in aller Regel keinen Platz, an dem ein Wagen den halben Tag stehen kann, ohne zu stören. Getragen wird über eine gewöhnliche Wohnungstreppe, und der letzte Abschnitt führt über den Vorgarten. Wir rechnen den Tragweg deshalb genauso ein wie die Kubikmeter.
Wenn Ihre Räume Kundenverkehr haben, legen wir den Umzug so, dass die Zufahrt nicht den ganzen Vormittag belegt ist. Bei mehreren Etappen bleibt der alte Standort arbeitsfähig, bis der neue es ist.
Rückwärts geplant vom ersten Arbeitstag
Wir fragen zuerst, was am Montagmorgen am neuen Standort funktionieren muss. Meistens ist es eine kurze Liste: Telefon, Rechner, Drucker, ein Empfangstresen, bei einer Praxis dazu die Behandlungsräume. Alles auf dieser Liste wird zuletzt abgebaut und zuerst wieder aufgestellt, damit es nicht unter zwanzig Kartons endet.
Danach kommt das, was ohne Zeitdruck umziehen kann: Archiv, Lager, Reserveeinrichtung, Küche, Dekoration. Diese Teile fahren häufig einen oder zwei Tage vorher, weil sie am eigentlichen Umzugstag nur Platz und Hände kosten.
Aus beidem entsteht ein Plan mit Uhrzeiten und einer benannten Ansprechperson auf Ihrer Seite. Diese Person entscheidet vor Ort, wenn eine Frage offenbleibt. Zwei Ansprechpartner mit unterschiedlicher Meinung sind der häufigste Grund, warum ein Betriebsumzug länger dauert als gerechnet.
Nummern statt Zurufe: das Ordnungssystem
Ein Firmenumzug scheitert nicht am Tragen, sondern am Wiederfinden. Deshalb bekommt jeder Raum am Zielort eine Nummer, die als Blatt an der Tür hängt, und jeder Karton trägt die Nummer des Raums, in den er gehört. Beschriftet wird auf zwei Seiten und nicht nur oben, weil ein Karton im Stapel selten mit der Oberseite nach vorn steht.
Arbeitsplätze bekommen zusätzlich den Namen der Person, die dort sitzt. Kabel, Netzteile und Kleinteile eines Platzes wandern in einen eigenen Beutel, der am Gerät bleibt. Damit ist am neuen Standort nachvollziehbar, welcher Bildschirm zu welchem Rechner gehört, ohne dass jemand aus Ihrem Team die Zuordnung im Kopf haben muss.
Am Eingang des neuen Standorts hängt ein Raumplan mit den Nummern. Die Träger müssen dadurch nicht nachfragen, und Sie behalten während des Ausladens den Kopf für die Dinge frei, die wirklich eine Entscheidung brauchen. Das Verfahren ist bewusst simpel: Es funktioniert auch dann, wenn am Umzugstag jemand ausfällt.
Akten, Technik und Dinge, die nicht durcheinander dürfen
Ordner werden nicht in Kartons geschüttet, sondern stehend und in derselben Reihenfolge übernommen, in der sie im Regal standen. Bei Praxen und Kanzleien, wo die Reihenfolge Teil der Ablage ist, arbeiten wir regalweise und schließen jeden Karton, bevor der nächste geöffnet wird.
Rechner, Bildschirme und Netzwerktechnik packen wir in Decken und Folie und laden sie separat. Wer noch Originalkartons hat, sollte sie bereitlegen: Sie sind für Bildschirme immer noch die beste Verpackung. Wir bauen Geräte ab und stellen sie am Ziel wieder hin; die Einrichtung von Netzwerk und Software übernimmt Ihre eigene Technikbetreuung.
Wenn Unterlagen sensibel sind, bleiben die entsprechenden Kartons verschlossen und werden auf einer eigenen Liste geführt. Sagen Sie uns vorher, welche Räume das betrifft.
Alte Einrichtung, Umbauphasen und Zwischenlager
Kaum ein Betrieb nimmt seine komplette Einrichtung mit. Schreibtische aus dem letzten Jahrzehnt, ausgemusterte Regale und der Inhalt des Kellerarchivs bleiben oft zurück. Wir räumen das im selben Auftrag mit ab und übergeben die alten Räume besenrein; wie wir dabei trennen, steht unter Entrümpelung.
Wird am neuen Standort noch gebaut, gemalert oder Boden verlegt, muss die Einrichtung nicht auf der Baustelle stehen. Sie kann bei uns zwischengelagert und ausgeliefert werden, sobald die Räume fertig sind. Die Konditionen dafür stehen unter Einlagerung.
Beide Bausteine planen wir gleich mit ein, weil sie den Zeitplan verändern. Ein Umzug in zwei Etappen mit Zwischenlager ist meistens ruhiger als der Versuch, alles an einem Tag durchzudrücken.
Angebot, Rechnung und Nachweise
Nach dem Aufmaß erhalten Sie ein Angebot mit Positionen: Fahrzeuge, Träger, Stunden oder Festpreis, Packmittel, Abbau und Aufbau, gegebenenfalls Lagertage. Die Sätze, aus denen sich das zusammensetzt, sind auf der Preisseite offengelegt.
Was zusätzlich berechnet wird, steht mit Betrag im Angebot, bevor Sie zusagen. Fällt am Umzugstag etwas Unvorhergesehenes an, sprechen wir es an, statt es später auf die Rechnung zu setzen.
Abgerechnet wird auf Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer. Für das Ladegut gilt die gesetzliche Haftung nach Paragraf 451e HGB mit 620 Euro je Kubikmeter; wenn einzelne Geräte oder Einrichtungsteile deutlich mehr wert sind, sprechen wir die Absicherung vor dem Termin gesondert durch.